MindBright Logo

Einen Moment ...

Etwas Gutes beginnt.

MindBright®
MindBright Research

Führen unter Dauerdruck

Die Ergebnisse

185
Oberste Führungsebene Deutschland
222
Befragte insgesamt
Aug - Sep 2026
Erhebungszeitraum

Was als Ausnahme begann, ist Dauerzustand

Führungsarbeit hat sich in den Jahren der Permakrise grundlegend verändert. Auf die Pandemie folgten Lieferkettenkrisen, Energiepreisschocks, geopolitische Unsicherheit und eine Transformationsgeschwindigkeit, die anhaltend hoch ist. Aus einer Abfolge einzelner Krisen ist für viele Führungskräfte ein Dauerzustand geworden.

Führungskräfte berichten häufiger Termin- und Leistungsdruck als Beschäftigte ohne Führungsverantwortung und arbeiten häufiger an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. 71 % derer, die häufig an dieser Grenze arbeiten, berichten drei oder mehr psychosomatische Beschwerden.

BAuA, Arbeitsbedingungen und Gesundheit von Führungskräften (2021), Führungskräfte mit mindestens fünf Mitarbeitenden

Nur 40 % der Führungskräfte erhielten im vergangenen Jahr ein Coaching zu ihrer Führungsaufgabe. Nur 10 % der Beschäftigten sind emotional hoch gebunden, 77 % machen Dienst nach Vorschrift.

Gallup Engagement Index Deutschland 2025

62 % der Führungskräfte denken über einen Wechsel nach, Rekordwert seit Beginn der Messung 2015.

Odgers Manager Barometer 2025, 1.242 Führungskräfte DACH

68 %

Zwei von drei Top-Führungskräften geraten häufig an ihre Grenzen.

68 %mehr Belastung als vor fünf Jahren (n = 151)
63 %Entscheidungsqualität durch Belastung beeinträchtigt
12 %sehen die Führungskapazität ihres Unternehmens bewusst gesteuert

Befund 1

Die Spitze läuft auf Reserve.

68 Prozent geraten häufig an ihre Grenzen, ebenso viele berichten eine Zunahme der Belastung in den letzten fünf Jahren. 64 Prozent sehen ihre Leistungsfähigkeit unter dem Niveau ihrer besten Phasen.

Befund 2

Mit der Belastung sinkt die Entscheidungsqualität.

63 Prozent erleben häufig, dass Belastung ihre Entscheidungen und Ergebnisse beeinträchtigt. Bei hoher Belastung sind es 73 Prozent, bei niedriger 50 Prozent. Bei 62 Prozent verdrängt das Tagesgeschäft häufig die Arbeit an der Zukunft.

Befund 3

Die Führungskapazität bleibt ungesteuert.

Nur 12 Prozent sagen, ihr Unternehmen steuert die Leistungsfähigkeit seiner Führungsebene so bewusst wie andere wichtige Unternehmensressourcen. 45 Prozent befürchten berufliche Nachteile, wenn sie offen sagen, dass sie an ihrer Belastungsgrenze sind. Nur 28 Prozent haben Unterstützungsangebote ihres Unternehmens schon genutzt.

Hypothesen

Selbstauskünfte, Korrelationen, keine Kausalität.

H1Nicht gestützt

Ob Routinen unter Druck halten, hängt nicht von der Höhe der Belastung ab (rho -0,01, KI [-0,18; 0,14]).

H2Gestützt

Wo es gezielte Angebote und eine bekannte Ansprechperson gibt, fühlen sich Führungskräfte sicherer, Belastung anzusprechen (rho 0,67 und 0,68, gemeinsam R² = 0,51, stärkster Zusammenhang der Studie).

H3Gestützt

Je höher die Belastung, desto häufiger leiden Entscheidungen und Zukunftsarbeit (rho 0,27 für Entscheidungen, 0,22 für Zukunftsarbeit).

Der Report

Kurzfassung

Frei zugänglich

Kernbefunde, der Begriff Führungskapazität, drei Hypothesen, Methodik und Abweichungen auf fünf Seiten.

Kurzfassung herunterladen

Vollfassung

Alle Befunde ausführlich

Befunde mit Grafiken, Ansatzpunkte mit Begründung, alle 27 Fragen und Subgruppen. Vollfassung per E-Mail erhalten.

Methodik und Grenzen

Anonyme Online-Befragung auf mindbright.one vom 14.08. bis 25.09.2026, 27 geschlossene Fragen. 222 qualifizierte Antworten, davon 204 aus Deutschland und 185 aus der obersten Führungsebene (Geschäftsführung oder Vorstand 79, C-Level oder Geschäftsleitung 57, Bereichsleitung 49). Abteilungs- und Teamleitungen in Deutschland (19) sowie Antworten aus Österreich und der Schweiz (18) werden separat ausgewiesen und fließen nicht in die Kernaussagen ein. Die Antworten auf die optionale offene Frage werden in diesem Report nicht ausgewertet.

Präregistriert bei OSF am 19.08.2026: doi.org/10.17605/OSF.IO/KQA23. Hypothesen und Auswertungsplan sind dort hinterlegt.

Die Stichprobe ist nicht repräsentativ und wurde über persönliche Netzwerke und Multiplikatoren gewonnen, ohne Panel. Sie ist jünger als die oberste Führungsebene insgesamt (23 Prozent unter 35 Jahren) und stark vom Mittelstand geprägt (43 Prozent aus Unternehmen unter 250 Beschäftigten). Alle Angaben sind Selbstauskünfte. Die Zusammenhänge sind Korrelationen und erlauben keine Aussagen über Ursache und Wirkung. Die Items wurden eigens entwickelt und sind keine validierten Skalen.

Abweichungen von der Präregistrierung

(1) Die Feldphase endete per Stichtag am 25.09.2026 statt nach der registrierten Stop-Regel. Der Stichtag wurde vor jeder inhaltlichen Sichtung der Antworten festgelegt. (2) 30 Antworten vom 14. bis 18.08.2026 gingen vor der Registrierung ein und sind enthalten. 27 davon gehören zur obersten Führungsebene in Deutschland. Ohne sie gerechnet (n = 158) bleibt die Befundlage unverändert.

Für Medien

Grafik 1: Grenzen und Belastung

Grafik 1: Grenzen und Belastung

Grafik 2: Entscheidungsqualität

Grafik 2: Entscheidungsqualität

Grafik 3: Tabu und Steuerung

Grafik 3: Tabu und Steuerung

Frei zur redaktionellen Verwendung. Quelle: MindBright Research, mindbright.one/de/studie, online mit Link auf die Studie.

Häufige Fragen

MindBright Research, die empirische Publikationslinie von MindBright. Die Studie wird transparent von Maik Oliver Ludewig, Mag., initiiert und geleitet; Methodik, Fragebogen und Grenzen der Stichprobe werden vollständig offengelegt.

Privat & verschlüsselt

Deine Gedanken gehören dir. Persönliche Einträge werden verschlüsselt gespeichert.

Hosting in Deutschland

MindBright wird in Deutschland gehostet. Datenschutz und Qualität nach deutschen Maßstäben.

Wissenschaftlich fundiert

Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der Psychologie und Neurowissenschaft.

Webpräsenz der Allianz für Cyber-Sicherheit

Teilnehmer der Allianz für Cyber-Sicherheit des BSI