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Wissen

Glossar der mentalen Stärke

Begriffe aus Führungsalltag, Neurowissenschaft und Psychologie.

A

Antifragilität

Systeme und Menschen, die durch Belastung nicht nur bestehen, sondern stärker werden.

B

Burnout

Ein Zustand nach langer Überlastung im Beruf: erschöpft, innerlich auf Distanz, mit sinkender Wirksamkeit.

C

Cortisol

Das Hormon, das den Körper unter Belastung mobilisiert und dessen Rhythmus bei Dauerdruck aus dem Takt gerät.

D

Dauerdruck

Wenn Dauerstress zum Normalzustand wird und warum er anders wirkt als akuter Druck.

Digitale Resilienz

Handlungsfähig bleiben in einer Umgebung permanenter Erreichbarkeit und Informationsflut.

E

Emotionsregulation

Gefühle bemerken, einordnen und ihren Einfluss auf das Handeln steuern.

Entscheidungsmüdigkeit

Warum die Qualität von Entscheidungen nach vielen Entscheidungen nachlassen kann.

F

Führungskapazität

Die verfügbare Reserve, unter anhaltendem Druck klar zu entscheiden und andere zu führen.

G

Gewohnheitsbildung (Mikro-Gewohnheiten)

Wie kleine, regelmäßige Handlungen durch Wiederholung zu automatischem Verhalten werden.

Grübeln (Rumination)

Gedanken, die im Kreis laufen, ohne zu einer Lösung zu führen. Das Gegenteil von Reflexion.

H

Handlungsfähigkeit

Unter Druck noch entscheiden und wirken können, statt zu erstarren oder nur zu reagieren.

I

Impostor-Phänomen

Das Gefühl, den eigenen Erfolg nicht verdient zu haben und irgendwann aufzufliegen.

J

Journaling

Gedanken und Erlebnisse regelmäßig aufschreiben, um sie zu ordnen und Schlüsse daraus zu ziehen.

K

Kognitive Neubewertung (Reappraisal)

Eine Situation bewusst anders deuten, um anders fühlen und handeln zu können. Im Alltag oft Reframing genannt.

Kohärenzgefühl

Das Grundvertrauen, dass die Welt verstehbar, handhabbar und sinnvoll ist.

Kontrollüberzeugung (Locus of Control)

Die Erwartung, ob Ergebnisse vom eigenen Handeln oder von äußeren Umständen abhängen.

L

Leistungsdruck

Die erlebte Erwartung, in einer bestimmten Situation ein gutes Ergebnis liefern zu müssen.

M

Mentale Ermüdung

Nachlassende Konzentration und Entscheidungsqualität nach anhaltender geistiger Belastung, oft mentale Erschöpfung genannt.

Mentale Regeneration

Die aktive Wiederherstellung geistiger Leistungsfähigkeit nach Belastung.

Mentale Stärke

Unter Druck klar denken, fokussiert handeln und nach Rückschlägen zügig weitermachen.

N

Neuroplastizität

Die Fähigkeit des Gehirns, sich durch Erfahrung und Wiederholung ein Leben lang zu verändern.

O

Organisationale Resilienz

Die Fähigkeit einer Organisation, unter Störungen handlungsfähig zu bleiben und aus Krisen zu lernen.

P

Perfektionismus

Der Anspruch, fehlerfrei zu sein, der zwischen Antrieb und Blockade kippt.

Positive Psychologie

Die Forschungsrichtung, die untersucht, was Menschen stark und handlungsfähig macht.

Psychische Widerstandskraft

Die Kapazität, Belastung auszuhalten und dabei handlungsfähig zu bleiben.

Psychologische Flexibilität

Perspektiven und Strategien wechseln können, wenn die Lage es verlangt. Im Alltag auch mentale Flexibilität genannt.

Psychologische Sicherheit

Das gemeinsame Vertrauen im Team, Fragen, Fehler und Bedenken ohne Nachteile ansprechen zu können.

R

Realistischer Optimismus

Die Erwartung guter Ausgänge, die Risiken sieht und einplant, statt sie zu leugnen.

Resilienz

Unter Belastung stabil bleiben oder nach Rückschlägen in die Handlungsfähigkeit zurückfinden.

Rigidität

Das starre Festhalten an Denk- und Verhaltensmustern, auch wenn sie nicht mehr passen.

S

Salutogenese

Die Frage, was Menschen trotz Belastung gesund und handlungsfähig hält.

Selbstführung

Sich selbst so führen, wie man andere führen würde: mit Ziel, Struktur und ehrlichem Feedback.

Selbstreflexion

Das eigene Denken, Fühlen und Handeln bewusst betrachten und daraus Schlüsse ziehen.

Selbstregulation

Die übergeordnete Fähigkeit, Aufmerksamkeit, Gefühle und Impulse auf ein Ziel hin zu steuern.

Selbstwahrnehmung

Erkennen, was gerade in dir vorgeht, bevor es dein Handeln bestimmt.

Selbstwirksamkeit

Die Überzeugung, mit eigenem Handeln etwas bewirken zu können.

Stressbewältigung (Coping)

Die Strategien, mit denen Menschen auf Belastung reagieren: problemorientiert oder emotionsorientiert.

Stressresilienz

Unter Stress leistungsfähig bleiben, ohne dass Belastung Spuren hinterlässt.

Sturheit vs. Konsequenz

Der Unterschied zwischen Festhalten aus Prinzip und Festhalten aus Überzeugung.

T

Toxische Positivität

Der Anspruch, in jeder Lage positiv zu denken, auch wenn die Lage etwas anderes verlangt.

U

Unsicherheitstoleranz

Die Fähigkeit, handlungsfähig zu bleiben, wenn Informationen fehlen oder die Lage mehrdeutig ist.

V

Verlustaversion

Die Neigung, Verluste stärker zu gewichten als gleich große Gewinne.

W

Wachstumsdenken (Growth Mindset)

Die Überzeugung, dass Fähigkeiten durch Anstrengung entwickelbar sind.

Y

Yerkes-Dodson-Gesetz

Der Zusammenhang zwischen Anspannung und Leistung: Zu wenig lähmt, zu viel ebenfalls.

Z

Zeigarnik-Effekt

Warum unerledigte Aufgaben im Kopf bleiben und wie ein Plan sie zur Ruhe bringt.

Verstehen ist der erste Schritt. Machen der zweite.

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