Resilienz ist häufiger, als wir denken.
Lange galt: Wer Schweres erlebt, trägt fast zwangsläufig seelische Schäden davon. George Bonannos Verlaufsforschung an der Columbia University hat dieses Bild korrigiert. Über viele Studien hinweg zeigt die Mehrheit der Menschen nach Verlusten und potenziell traumatischen Ereignissen einen stabilen Verlauf: vorübergehende Erschütterung, dann anhaltende Funktionsfähigkeit. Resilienz ist kein seltenes Talent, sondern die verbreitetste menschliche Antwort auf Belastung.
Bonanno, G. A. (2004). Loss, trauma, and human resilience. American Psychologist, 59(1), 20-28. DOI: 10.1037/0003-066X.59.1.20